Tischlerei Ottmar Muss
Tischlerei Ottmar Muss

Denkmalschutz

Altbausanierung und denkmalpflegerische Maßnahmen sind ein unzertrennlicher Schwerpunkt unserer Arbeit.

 

 

 

 

Eine individuelle Bestandsaufnahme, ein klares Konzept des Erhaltungsaufwandes und ein maßgeschneidertes Angebot zu Ihren  Fenstern, Türen oder Treppen ist  die Grundlage unseres Schaffens. Deshalb möchten wir vorab die betreffenden Bauteile persönlich in Augenschein nehmen und mit Ihnen gemeinsam den Arbeitsaufwand besprechen.

 

Viele erhaltenswerte Bauelemente sind von besonderem, individuellen Wert und können durch unsere Arbeit in neuem Glanz erstrahlen. Wir sind stets bestrebt, den Charakter der uns anvertrauten Gegenstände zu erhalten.

In der Denkmalpflege wird dem Fenstertyp einer Gebäudefassade oft eine große Bedeutung beigemessen und dementsprechend auch einer besonderen Aufmerksamkeit im Gesamterscheinungsbild zuteil. Diese Tatsache stellt eine hohe Anforderung an die Gestalt, aber auch in gleichem Maß an energetische Rahmenbedingungen durch die neue Energie-Einsparverordnung(EnEv).

Zum Beispiel besticht das traditionelle Kastenfenster nicht nur durch seine unverwechselbare Ausstrahlung, sondern hat weitere Vorteile im Schallschutz und des optimalen Baukörperanschlusses im Gegensatz zu einem neuen ISO-Fenster. Bei Verwendung eines Sonder- Isolierglases können Wärmedämmwerte bis 1,1 W/m⊃2;K erreicht werden.

Bei vorhandenen Einfachfenstern müssen keine Vorsatzfenster nachgerüstet werden. Durch den Einsatz der bereits erwähnten SonderIsoliergläser, ist ein Wärmedämmwert von 1,4 oder 1,8 W/m⊃2;K für die Verglasung möglich. 




 

 

Beispiel:

Normale Isolierverglasung und Verglasung für historische Fenster



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres, wichtiges Thema im Denmalschutz!

 

Altbau und Wärmeschutz -

 

Bauen bedeutet Tradition, Baukultur, aber auch Charakter.

Diese Basis scheint in der genormten Bauphysik manchmal in die Bedeutungslosikkeit abzugleiten. Gesichertes Erfahrungswissen und bewährte Baumethoden werden zu wenig beachtet. Gerade den Altbauten schadet oft das „neuzeitliche" Wärmeschutzdenken. Die bewährte Baumeistertradition muss hier genutzt, und begleitend durch fundiertes Grundlagenwissen der Bauphysik wiederbelebt werden.

 

Was ist unter Wärmeschutz zu verstehen?

In unserer mitteleuropäischen Klimazone besteht Wärmeschutz aus Dämmung und Speicherung.

Die bauliche Hülle muss also zwischen reiner Speicherung (gut in Südeuropa mit großer Sonneneinstrahlung) und reiner Dämmung (geeignet für Nordeuropa mit sehr geringer

Sonneneinstrahlung) ausgemittelt werden. Die alten Baumeister haben dies gekonnt. Eine Beschränkung allein auf die Dämmung verursacht in unseren Breiten unbehagliche Wohnverhältnisse (Barackenklima), die nur mit hohem apparativem Aufwand gemildert werden können. Die DIN 4108 „Wärmeschutz im Hochbau unterscheidet deshalb auch bei den Mindestwerten von Bauteilen in schwere und damit speicherfähige Bauteile mit großen k-Werten (traditionelle Bauweise) sowie leichte und damit gering speicherfähige Bauteile mit kleineren k-Werten (z.B. sog. Niedrigenergiehäuser).

 

Gilt die Wärmeschutzverordnung (WSVO) auch für Altbauten?

Die WSVO unterscheidet im § 8 für Altbauten grundsätzlich zwei Fälle:

Absatz (1) gilt für die bauliche Erweiterung, wenn ein beheizter Raum oder mehr als 10 m² angebaut werden. Es sind dann die normalen Anforderungen für Neubauten (Energiebilanzverfahren) zu erfüllen.

Absatz (2) behandelt den erstmaligen Einbau, Ersatz oder die Erneuerung von Außenbauteilen, wenn mehr als 20 % der Gesamtbauteilfläche verändert werden. Dann müssen ebenfalls k-Werte erfüllt werden. Mögliche Befreiungen und Abweichungen von diesen Anforderungen sind an bestimmte Bedingungen geknüpft.

 

Ist das Berechnungsverfahren gem. WSVO für massive Altbauten zutreffend?

Die Berechnungen in der WSVO für den k-Wert nach DIN 4108 sind stationäre Berechnungen und gelten für den Beharrungszustand, der nur im Labor existiert. Sie treffen deshalb für Altbauten mit massiver und speicherfähiger Bausubstanz nicht zu. Dort herrschen instationäre, also veränderliche Verhältnisse. Dabei verbessert die absorbierte Solarstrahlung das thermische Verhalten der Außenwand.

 

Welche Alternativen gibt es zur Energieeinsparung im Altbau?

Der traditionelle Altbau mit seiner schweren Bausubstanz besitzt eine hohe Speicherfähigkeit. Sie nutzt die kostenlos zur Verfügung stehende Solarstrahlung. Es widerspricht der Wirklichkeit, bei speicherfähigem Material den k-Wert nach DIN 4018 zu verwenden. Wird instationär gedacht und gerechnet, kann der Energiegewinn infolge absorbierter Solarstrahlung durch einen k-Wert-Bonus berücksichtigt werden. Er wird vom stationären k-Wert nach DIN 4108 abgezogen. Dieser k-Wert-Bonus wird umso größer, je größer das Raumgewicht und die Wärmeleitfähigkeit sind.

Nur der so berechnete kff-Wert trifft bei instationären Verhältnissen für schwere, massive Bauweisen zu. In der Wärmeschutzverordnung werden für Fenster die Energiegewinne durch Solarstrahlung berücksichtigt, warum geschieht dies nicht bei den Außenwänden?

Immerhin können bei Berücksichtigung absorbierter Solarenergie die nach DIN 4108 gerechneten k-Werte z.T. drastisch reduziert werden. Durch die Speicherfähigkeit der Außenwände werden die Ziele der Wärmeschutzverordnung erreicht und sogar übertroffen,- kostenlos und außerdem sehr effektiv.

Diese Feststellung hat für den Altbau deshalb besondere Bedeutung, da die „Notwendigkeit" (?) proklamiert wird, den Bestand infolge „schlechter k-Werte" energetisch „sanieren zu müssen". Dies bedeutet die Verpackung mit Wärmedämmstoff, um niedrige k-Werte gemäß DIN 4108 berechnen zu können. Eine solche Rechnung gilt aber nur für den stationären Zustand, der bei massiven Wänden nicht vorliegt. Es wird falsch gerechnet! Die Speicherfähigkeit des Gebäudes ist also aus energetischen Gründen beizubehalten und nicht durch nachträgliches Abdämmen zu blockieren.

 

Zusammenfassung

Massive Altbauten, und dazu gehören auch Fachwerkbauten mit speicherfähigem Lehmgefache, sind aus baumeisterlicher Erfahrung gut konstruiert. Sie bieten keine bauphysikalisch begründbare

Veranlassung, durch energetisch sinnlose und technisch schädliche Wärmedämmsysteme gefährdet zu werden.

 



 

 

 

 

 

 

 

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